Faleiry


Freunde
30. Mai 2007, 17:43
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friends180.jpgNein, es ist natürlich nicht dasselbe. Sie kennen Dich erst seit zehn Monaten und nicht seit zehn Jahren, wie Deine Freunde daheim. Sie sprechen nicht dieselbe Sprache und waren noch nie in Deinem Land und erst recht nicht in der Stadt, aus der Du kommst – höchstens am Flughafen, weil da war jeder schon mal. Trotzdem sind sie da, wenn Du sie brauchst. Und andersherum. Auch wenn das Öffnen anfangs schwer ist – es wird doch immer leichter. Sie lachen mit Dir, sie zeigen Dir, wo es nach vorne geht. Und sie wollen nicht, dass Du gehst, sondern dass Du mit ihnen nach London ziehst. Es ist ein Unterschied, von „Friends“ oder „Freunden“ zu sprechen. Das hier sind Freunde.



Ice Ice Baby
26. Mai 2007, 19:31
Gespeichert unter: Leben, Reisen

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Kaum zu glauben: Diese Woche hatten die Briten mit 25 Grad den heißesten Tag dieses Jahres – aber auch wirklich nur einen, denn nun haben wir wieder 15 Grad. Ja, über 20 Grad, das ist hier schon Hochsommer! Also ist Abkühlung angesagt. Freibäder gibt es nicht, aber dafür die Absolut Icebar in London. Die Bar ist komplett aus Eis gemacht: Tische, Bänke, Theke und sogar die Gläser, weil Glas bei Minus Zwei Grad glatt zerplatzen würde. Das Barpersonal trägt Plüschmützen und arbeitet in Eineinhalb-Stunden-Schichten. Und die Besucher bekommen ein Thermo-Cape mit Kapuze und Handschuhen.

Da wir für einen Kurstrip und Agenturbesuch ohnehin in London waren, sind wir Mädels noch einen Tag länger geblieben und haben Absolut Wodka aus ausgehöhlten Eisklumpen getrunken. Erst dachten wir, dass die Maximalzeit von 40 Minuten in der Bar ein Witz sein soll – und das für zwölf Pfund! Ich glaube letztendlich haben wir gerade so eine halbe Stunde geschafft, bevor wir buchstäblich am Boden festgefroren sind. Dumm auch, dass Whitney und Leah Flipflops anhatten. Und zum ersten Mal bin ich abends raus auf die Straße gegangen und habe mich gefreut, dass es so schön warm ist.



Umpa-umpa-umpa-tätärää!
22. Mai 2007, 21:08
Gespeichert unter: Leben

folksfest180.jpgNa das ist ja mal was – ein deutsches Folks Fest in Cardiff! Fielleicht hätten sie besser mal nicht die paar Fund am Übersetzer gespart. Wie auch immer, nachdem ich heute dieses Plakat direkt vor Lidl habe hängen sehen, muss ich am kommenden Wochenende doch glatt mal runter zum Cardiff Bay und mir die “ German Oompah Band“ geben. Zusammen mit Schnitzel, Sauerkraut und einem Humpen Erdinger Wheat Beer – ein Prosit der German Gemuitlickkeit!



Mitmachen!
19. Mai 2007, 14:02
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Genau wir vor einem Jahr bin ich wieder auf Eure Mithilfe angewiesen und gespannt auf Eure Meinung! Für meine Dissertation habe ich eine Online-Umfrage aufgesetzt, in der ich herausfinden möchte, was das Internetpublikum von Unternehmen in Online-Communities hält. Hier könnt Ihr mitmachen – dauert auch keine zehn Minuten und Ihr helft mir damit eine ganze Menge! [Beendet am 3. Juni]



Mein Held!
17. Mai 2007, 23:28
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Ja, diesen Mann wollte ich schon heiraten, als ich noch in der Grundschule war (und nachdem Batman und Raphael von den Teenage Mutant Ninja Turtles aus dem Rennen waren). Und jetzt treffe ich ihn, Link, nach Jahren in Second Life wieder. Von Prinzessin Zelda weit und breit nichts zu sehen – also ran an den Mann. Wenigstens für einen Schnappschuss. Gewachsen ist er zwar, und ein größeres Schwert hat er jetzt auch, oho, aber leider ist er auch heute noch ziemlich unnahbar: Als virtueller Pappaufsteller im virtuellen Nintendo-Shop sind die Interaktionsmöglichkeiten doch ein wenig eingeschränkt.



Wer lässt hier die Korken knallen?
14. Mai 2007, 01:19
Gespeichert unter: Leben, Studieren

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Irgendwie schräg, dass es in diesem Land normal ist, wenn man in ein Restaurant seinen eigenen Wein mitbringt und dafür bezahlt, dass man ihn dort trinken darf. Das nennt sich dann Entkorkungsgebühr. Die haben wir für unseren Ball auch bezahlt, obwohl sie erstens pro Flasche teurer war als der Wein selbst und zweitens die Weinflaschen gar keine Korken hatten. Und den Kopfschmerzen am Tag danach zufolge der Wein halb so gut, aber doppelt so teuer war, wie in einem Land, in dem man tatsächlich Wein anbaut. Trotzdem war der Ball natürlich sehr schön, vor allem schön stressfrei, und das Menü für britische Verhältnisse äußerst gut.

Unsere Afrikaner sind in ihren traditionellen Gewändern gekommen, alle haben sich ziemlich aufgebretzelt und vor allem unsere Chinesinnen haben ein Fotoshooting nach dem anderen veranstaltet. Die Origami-Lilien wurden gewürdigt, schließlich wäre das Orga-Team in Leahs kleinem Auto fast an der ätzenden Goldfarbe erstickt (nein, wir haben sie nicht im Auto angesprüht, nur transportiert…). Genauso wie unsere Arbeit, alle Helium-Ballons von der Decke des Saals wieder einzufangen, ohne vom Stuhl zu fallen (nachdem Jo sie aus Versehen beim Aufbau losgelassen hat). Und bei der After-Ball-Party im La Tantra Club hab’ ich meinem Professor auch noch In Extremo aufgeschwätzt, so dass er jetzt unbedingt „German medieval Heavy Metal“ anhören will.

Ich erledige also meinen Job, als einzige Deutsche unsere Kultur ein wenig unter die Inselleute zu bringen. Und dass wir nicht nur Bier aus Litereimern trinken, hab ich in der Zeit hier auch klargestellt – vor allem wenn’s um den abendlichen Arbeitsansporn geht. Während andere Kommilitonen mit wahnwitzigen Awards wie „Tollste Frisuren“ oder „Grellstes Lachen“ ausgezeichnet wurden, haben ich einen, tja…, speziellen Award bekommen: Den „All I need is a bottle of wine and a cigarette“ Award. Wenn die wüssten, wie gerne ich jetzt ein Pfungstädter Radler hätte.



Der Fehler
10. Mai 2007, 14:40
Gespeichert unter: Leben

origami.jpgWieso leiden Ball-Komitees eigentlich immer an chronischem Geldmangel? Wir haben zwar ein paar Pfund für Konfetti und Luftballons übrig, aber dafür nicht für Blumen als Tischdeko. Und im Zustand geistiger Umnachtung habe ich einen schweren Fehler begangen: Ich habe angemerkt, dass ich aus Papier Origami-Rosen falten kann… Also wurde kurzerhand eine Origami-Party für heute Abend ins Leben gerufen und wir basteln für unseren Ball morgen Blumen bis zum Abwinken. Und weil’s hier weder goldenes, quadratisches Papier noch richtiges Origami-Papier gibt, machen wir’s mit Kopierpapier, das wir Gold ansprühen… Hier rechts schon mal meine krüppeligen Probeobjekte von heute Mittag: eine Lilie, eine Rose und etwas Unidentifizierbares. Wieder was gelernt: Das nächste Mal einfach mal den Mund halten.



Der Sommer schmeckt nach Glühwein
6. Mai 2007, 20:07
Gespeichert unter: Leben

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Ich habe die Heizung wieder eingeschaltet. Und ich kann mir die ungläubigen Blicke auf der anderen Seite bildhaft vorstellen. Zehn Grad halten die Briten aber nicht davon ab, ein Picknick im Park zu veranstalten. Mit Schal und Rollkragenpulli geht’s. Zum Aufwärmen haben wir Fangen gespielt und Räder geschlagen – deswegen habe ich jetzt auch Muskelkater. Und blaue Knie hab ich jetzt auch pünktlich zum Ball am Freitag, vom auf dem Rasen Rumrutschen. Da hift wohl auch der Selbstbräuner nichts. Dafür habe ich von Charli gelernt, wie man mit diesen Bällen herumjongliert, ohne sich selbst damit K.O. zu schlagen. Jetzt muss ich es nur noch mal mit Feuerbällen probieren. Und Leah hat mir Irish Dance beigebracht und ich war fast so gut wie Michael Flatley – der soll das erst mal nachmachen mit einem Glas Wein in Hand, ohne etwas zu verschütten! Leider habe ich erst zu spät gesehen, dass Lidl – wenn auch kein Spaghetti-Eis – immer noch und selbst hier Glühwein verkauft. Den bringe ich doch glatt zum nächsten Sommer-Picknick mit.