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Da kann schon mal die Polizei vor der Tür stehen, wenn 17 Mädchen SingStar auf der Playstation spielen und sich die Seele aus dem Leib johlen. Nur dass sich der nette Polizist dann noch auszieht, das passiert im kaffigen Königstein nicht so oft. Die Braut in spe hat sich gefreut und alle ihre Gäste auch. Das war also ein gelungener Junggesellenabschied – und natürlich nicht meiner. Ich habe heute lieber meine fertig gebundene Dissertation in ungefähr drei Kilo Wellpappe und Plastikfolie gewickelt, so dass sie morgen mit der (hoffentlich) zuverlässigen Post auf die Insel verschifft werden kann. Naja, die Post ist ja nicht die Telekom, also eigentlich besteht kein Grund zur Sorge.
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Jaha, die Telekom/Congstar/Knalltüten-Fraktion hat es doch tatsächlich geschafft, mich wieder mit der Online-Welt zu verbinden. Da kann ich ja auch endlich wieder etwas schreiben, obwohl ich jetzt, wo hier in Deutschland wieder alles seinen gewohnten Trott geht, gar nicht so recht weiß, was ich denn schreiben soll. Außer, dass ich stolz bin, endlich mal wieder auf einem Rockkonzert gewesen zu sein, und zwar gestern Abend bei Queensrÿche. Da kam ich mir vor, als wäre ich nie weg gewesen: Mit einem zerknitterten Zettel, der Pressemitteilung, und der Kamera, im Auftrag der Zeitung. Dieselben Leute im Publikum, dieselben Fotografen wie immer, dieselben klingelnden Ohren danach und der alte, müde Zustand, in dem ich auch früher nachts geschrieben habe. Nur dass ich jetzt früh aufstehen muss, um morgens denselben Job zu machen, wie auch die zwei Sommer zuvor. Aber irgendwas ist anders. Spätestens seit ich Whitneys E-Mail aus Cardiff bekommen habe, mit Fotos einer Wohnung, die sie für uns angesehen hat. Da merke ich, dass der alte Trott ein bisschen gemütlich sein kann und Sicherheit gibt, wenn man weiß, dass man ihn bald wieder verlassen kann und muss und will. Also alles ist schön beim Alten, aber nur nicht zu lang.
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Na endlich! Nach zwei Wochen Pause ein neuer, kleiner Eintrag: Ich bin wieder daheim, alles ist prima und ich lebe noch, allerdings offline. Da sind meine speziellen Freunde der Telekom dran Schuld – wer auch sonst, wenn nicht das Wetter. Die haben nämlich den Auftrag irgendwie erst verlegt, dann während des Streiks verloren und schließlich war DSL ausverkauft. Ja wirklich. Habe ich auch noch nicht gehört, aber wenn die kompetenten Telekom-Callcenter-Mitarbeiter das sagen, muss es ja stimmen. Und alle anderen Anbieter wollen auch nicht recht und vor allem nicht schnell. Naja, es kann sich ja nur noch um Wochen handeln. Oder so lange wie ich brauche, durch den Hörer einen Callcenter-Mitarbeiter in Indien oder Neuseeland zu würgen. Könnte also ein bisschen dauern. Bis dahin also lieber mit mir telefonieren statt mailen – ich verspreche auch, nicht zu schreien, solange keiner von der Telefongesellschaft anruft.




