Obwohl Parastoo und ich uns ziemlich einig darueber sind, dass Nightwish eigentlich total peinlich sind, ist das Lied „Amaranth“ doch eine Ausnahme. Okay, das Engelsvideo ist grenzwertig. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass das Lied ueberall rauf und runter dudelt, und wir es deshalb mittlerweile gut finden. Oder an dem Keyboarder. Jedenfalls hoere ich es gerade in Endlosschleife. Viel Spass und TGIF – thank god it’s Friday!

…wäre ich in London sehr gut aufgehoben und hätte eine fast 30 Prozent höhere Überlebenserwartung als anderswo. Sagen zumindest meine neuen Freunde vom National Health Service. Die haben übrigens mittlerweile die Deutsche Telekom als meine besten Freunde abgelöst. Da ich aber nicht in Traumaklinik musste, sondern nur zum Hausarzt, bin ich lieber nach Deutschland geflogen. Deswegen war es hier ein Weilchen ein bisschen ruhiger im Blog.
Jetzt bin ich aber wieder auf der Insel – und im Alltagstrott dazu, mit all den schönen Londoner Bahnhöfen, wo sich außer mir nur so ungefähr fünf Millionen andere Leute aufhalten. Das ist trotzdem besser als Flughafen, vor allem als die Heathrow-Hölle. Auf dem Rückflug stand der Flieger eine Stunde auf der Rollbahn im Stau, und hin hatte die Maschine eineinhalb Stunden Verspätung. Da habe ich mir das erste Mal seit Jahren wieder eine Frauenzeitschrift gekauft, weil es eine Strumpfhose gratis dazu gab. Die Zeitschrift war aber so unglaublich bescheuert, dass ich nach zehn Minuten aufgegeben habe. Aus Protest gegen das Schuhe- und Makeup-Werbeblatt habe ich dann eine neue Zeitung gekauft: „Intelligent Life“. Da habe ich mich für etwa 30 Sekunden an der Kasse total gut und intelligent gefühlt. Nach ein paar Minuten Blättern kam ich mir aber noch blöder vor als mit der Frauenzeitschrift und hab doch lieber PSP gespielt.
Gespeichert unter: Leben, London | Schlagworte: Brand, Camden, Camden Market

Nein, ich bin am Wochenende nicht mitsamt dem Camden Market abgebrannt – dankeschön der Nachfragen. Ich war zwar dort am Samstagmittag shoppen – das kann man dort super, vor allem unnützes, aber dekoratives Zeug – aber war lange vor dem Brand wieder daheim. Habe auch erst abends auf Spiegel Online gelesen, dass das „Londoner Szeneviertel“ von einem Brand verwüstet wurde. Das tut einem ja fast im Herzen weh, all die schönen Stände, Kunsthandwerk und selbstdesignten Klamotten. Habe heute in der Zeitung gelesen, dass fast 300 Standbesitzer vor dem Ruin stehen. Keiner weiß so genau, was den Brand ausgelöst hat. Zum Glück habe ich erst am Samstag genau den Teil genauer erkundet, der jetzt abgebrannt ist. Dabei habe mich in den verwinkelten Markthallen fast verlaufen, bis ich plötzlich in einem Tunnel mit lebensgroßen Pferdestatuen und einem Antik-Möbelmarkt stand. Immerhin habe ich noch ein paar Glücksbringer und eine Krawatte gekauft. Wahrscheinlich habe ich dem armen Chinesen einen Glücksbringer zu viel abgekauft.
Gespeichert unter: Gesundheit, Leben | Schlagworte: England, Gesundheitssystem, NHS

Eigentlich nicht wirklich London, sondern England. Das englische Gesundheitssystem, um es genau zu sagen. Ich war letzte Woche kurz davor, meinen Arzt durchs Telefon zu erwürgen, als er mir sagte, dass ich nicht krank genug bin, um eine Behandlung zu erhalten. Da muss man ihm schon Blut auf den Tisch spucken (im Ernst). Und danach die Privatklinik, die 200 Pfund nimmt, wenn man einen „ärztlichen Berater“ sehen will. Und dann nochmal 700 Pfund für eine Magenspiegelung, ohne Behandlung danach. Und die Leute von der privaten Krankenversicherung, die keine Behandlungskosten für etwas übernehmen, das man schon vorher hatte. Zahnarzt übrigens auch nicht. Ich komme mir langsam ziemlich verarscht vor. Deswegen fliege ich nächste Woche nach Deutschland, um am Donnerstag meinen Arzt in Kelkheim zu sehen, auch wenn ich keine Krankenversicherung mehr hab. Das alles geht immer noch schneller und ist weitaus billiger als das Drama hier. Aber dann auf jede kalorienreduzierte Tiefkühlkost aus dem Supermarkt „Healthy Living“ drauf drucken. Einfach unglaublich.
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Kein spannendes, aber dafür ein musikalisches Wochenende. Hier noch ein Tipp, der bei mir gerade rauf und runter läuft (weil ich darin besser bin als in Dragonforce): „Radio Song“ von der französischen Band Superbus. Hübsche Sängerin, hübscher Leadgitarrist und macht irgendwie gute Laune.
Hier ist es, mein kleines Kunstwerk. Zumindest ein Teil davon. Dank dem 99 Pence-Laden, der neben Kartoffelchips, Kerzen und Schrubbern auch Acrylfarbe verkauft, ist es doch noch fertig geworden und hängt jetzt direkt über meinem Bett. Ich finde, es gibt meinem Zimmer auch ein bisschen Farbe. Der Farbverlauf, den man hier gar nicht super erkennen kann, ist mir sogar gelungen. Gar nicht so schlecht, finde ich. Dafür sind jetzt auch meine guten Schuhe gelb und meine Socken rot. Aber egal.
Das Pinseln hat mich auch ein bisschen entspannt und mich von der nervigen Tatsache abgelenkt, dass ich es einfach nicht schaffe, „Through the Fire and Flames“ von Dragonforce in Guitar Hero III durchzuspielen. Ich hab’s ein Mal mit Glück im leichten Modus geschafft, aber schon bei Medium scheitere ich kläglich beim ersten Solo. Und wer wissen will warum, hier das Video – das Lied ist richtig gut und auch Nicht-Metal-Fans sollten es wenigstens bis zum Solo angucken. Wenn ich es dennoch irgenwann schaffen sollte, poste ich an dieser Stelle ein Video von mir und der neuen, tollen Wireless-Gitarre. Die soll angeblich auch der Grund sein, weswegen es gar nicht funtioniert, das Lied im Experten-Modus durchzuspielen – Wireless hat eine zu große Verzögerungszeit für dieses Höllentempo. Sagt meine Kollegin und Heavy Metal Gitarristin Parastoo aus Schweden und sie muss es wissen.
Nachtrag: Okay, vielleicht geht es doch. Dieser Typ hier ist der absolute Wahnsinn:




