Faleiry


Pausenkätzchen
27. März 2008, 22:07
Gespeichert unter: Leben, Medien | Schlagworte: , ,

Gerade habe ich mir einen neuen Bildschirmschoner runtergeladen: die Pausenkätzchen des Hessischen Rundfunks. Genau, die kleinen Katzen, die früher immer zwischen den Fernsehsendungen zu Dudelmusik (übrigens dem „Wild Cat Blues“) in einer Bauklötzchen-Pyramide herumgeklettert sind. Ich hab mich unglaublich gefreut, als ich gesehen habe, dass hr-online die Pausenkatzen jetzt als Bildschirmschoner zum Download anbietet. Die Entstehungsgeschichte des Videos gibt’s auch dazu. Den lade ich mir morgen auch auf meinen PC auf der Arbeit. Das ist fast wie Meditieren oder Gehirnwäsche für Zwischendurch: Wenn man sich aufregt, einfach vier Minuten Pausenkätzchen gucken und die Welt ist wieder in Ordnung.



Die gute deutsche Lufthansa…
25. März 2008, 21:46
Gespeichert unter: Arbeiten, Leben, Reisen

…macht mich glücklich. Denn erstens ist sie auf die Minute pünktlich und freundlich und zweitens gibt’s an Bord Sekt, echtes Brot und sogar Schoko-Osterhasen – im Gegensatz zu British Airways, auf die nichts davon zutrifft. Auf dem Rückflug nach London sind wir heute zwar wegen ein paar Sturmböen und Luftlöchern ganz gut durchgeschüttelt worden (ein paar Fluggäste sahen ziemlich miserabel aus), aber leider zum Glück wurde der Flug nicht wegen Schneesturm gestrichen. Jetzt sitze ich also wieder auf der Insel, dafür aber mit deutschem Brot und jeder Menge Ostereier. Nächste Woche geht’s schon wieder nach Deutschland – diesmal nach Berlin auf die Blogger-Konferenz re:publica. Dort werde ich drei Tage von unserem Berlin-Büro aus arbeiten und mir zwischendrin immer mal ein paar interessante Vorträge anhören. Und dann gibt’s hier auch endlich mal wieder neue Fotos!



Happy Patrick und so
17. März 2008, 22:08
Gespeichert unter: Leben, London, Musik

Irgendwie hat man ja wenig zu erzählen, wenn man eigentlich den ganzen Tage nur arbeitet, aber nicht auch noch über die Arbeit schreiben will. Nur dass ich heute die St. Patrick’s Day Parade in London verpasst habe, denn die war tagüber. Und auch die quasi-englische Außenwette zum irischen Nationalfeiertag, bei der versucht wird, so viele Patricks wie möglich an einem Platz zu versammeln. Dafür ist schon am Freitag im „Crown and Anchor“ Pub um die Ecke aus Solidarität den ganzen Abend nur U2 gelaufen. Gestern war ich mit meiner Mitbewohnerin Whitney und meinen Ex-Kommilitonen Lauren und Chad am Themseufer italienisch essen. Mensch, ist das wahre London Life spannend! Sonst kämpfe ich mit einer Erkältung und inhaliere chinesisches Minzöl, das einem die Atemwege freibrennt. Bis Mittwoch muss ich wieder fit sein, um im Flieger keine Todesqualen auszustehen (starten und landen mit Nebenhöhlenentzündung ist kein Spaß). Dann geht’s nämlich über Ostern wieder für ein paar Tage heim, wie schön.

Und wie immer, wenn ich nicht so viel zu erzählen habe, hier ein Video. Diesmal von unserer Haus- und Hofband Nemo, die bei uns ein- und ausgehen. Der Sänger James ist ein guter Freund von meiner anderen Mitbewohnerin Anne-Marie. Manchmal koche ich ihm deutschen Kaffee und dann freut er sich – dafür hab ich dann auch das neue Album bekommen. Richtig gut, die Jungs!



Sicherheit geht vor
10. März 2008, 21:41
Gespeichert unter: Leben, London

Und wird in diesem Land ganz groß geschrieben. Zwar schießen sich hier alle paar Tage ein paar Jugendliche auf offener Straße um und noch nie habe ich so viele Mädchen auf undenkbar hohen Absätzen umknicken sehen, aber trotzdem: Sicherheit geht vor. Zum Beispiel im Theater – das habe ich jetzt schon zum zweiten Mal ungläubig beobachtet. Denn der Theatervorhang ist nicht irgendein Vorhang, sondern ein „Security Curtain“. Das steht in zumindest in riesengroßen Buchstaben drauf. Fragt sich nur, wer da vor wem beschützt wird: das Publikum vor den Darstellern oder andersherum. Oder bei Steckdosen. Die muss man nämlich aus Sicherheitsgründen immer einzeln an- und ausschalten. Oder bei Rolltreppen: Da wird man immer freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, sich zu seiner eigenen Sicherheit festzuhalten, damit man nicht rückwärts umkippt. Auch meine Mausefalle war laut Verpackung ganz und gar sicher für Mensch und Haustiere. Deswegen verirrt sich sicher auch keine Maus hinein. Oder sie (also die Maus) wurde schon vom Sturm weggeweht, der hier tobt. Die Werbetafeln auf der Straße muss man aber nicht aus Sicherheitsgründen anketten, deswegen fliegen sie einem eben hin und wieder entgegen. Ich verstehe dieses verquerte Land einfach nicht.



Eleven IS louder than ten
8. März 2008, 00:13
Gespeichert unter: Leben, Musik | Schlagworte: ,

Obwohl ich ja jetzt praktisch Profi-Musiker bin (ich spiele Guitar Hero auf Hard), muss ich zugeben, dass ein großes Stück Rockgeschichte 26 Jahre lang an mir vorbeigegangen ist. Gerade habe ich den Film „This is Spinal Tap“ zum ersten Mal gesehen, weil mein Chef ihn mir übers Wochenende geliehen hat. Ungläubig hat er mich schon ein paar Male gefragt: „Und Du hast wirklich noch nie ‘This Is Spinal Tap’ gesehen?“ Nein, bis heute habe ich nie die Fake-Dokumentation über die „lauteste Band Englands“ gesehen, obwohl ich 20 Jahre Zeit gehabt hätte. Aber endlich weiß ich, warum Guitar Hero während des Ladevorgangs anzeigt: „Eleven IS louder than ten“:

Aber eigentlich ist das hier meine Lieblingsszene, vor allem nachdem ich gelesen habe, dass Led Zeppelin auch schon mal eine gute halbe Stunde backstage herumgeirrt sind, bis sie auf die Bühne gefunden haben – und der Filmszene gar nichts Lustiges abgewinnen konnten.



Maus reiß aus
6. März 2008, 20:52
Gespeichert unter: Leben

Unten im Wohnzimmer poltert gerade Anne-Maries Goldhamster Jango in seinem Hamsterball umher. Fast wäre ich samt meiner Gemüsesuppe über ihn gefallen, wäre er nicht kurz davor samt Plastikkugel im Kamin steckengeblieben. Außer dem fidelen Haushamster haben wir aber auch noch einen weiteren Nager im Haus: eine kleine braune Maus, die ich vor ein paar Tagen in Küche hab rumflitzen sehen. Also habe ich eine supermoderne, mausefreundliche Falle gekauft, mit Wippe und Tunnel und ganz viel Platz zum Rumlaufen, falls sie auch noch ungefähr fünf Geschwister mitbringen sollte. Doch trotz Whitneys Müsli, Anne-Maries Hamsterfutter und meinem Käse, will uns das Viech einfach nicht in die Falle gehen. Jeden Morgen gucke ich gespannt in die Falle, aber Pustekuchen. Angeblich sollen sie Snickers mögen, also werde ich es wohl damit mal probieren. Dabei haben sie mir schon im Geschäft gesagt, dass die Falle nicht funktioniert, ich solle lieber Gift kaufen. Super-Idee. Bevor ich das bei uns in der Küche verteile, brate ich der Maus lieber ein Wiener Schnitzel als Köder.



Insane In The Brain
1. März 2008, 23:43
Gespeichert unter: Leben, London, Musik | Schlagworte: , ,

Gerade komme ich aus dem Theater – zum ersten Mal seit ich in London bin. Obwohl ich das schon viel früher einmal hätte tun sollen. Whitney und ich haben uns „Einer flog übers Kuckucksnest“ als urbane Street Dance Performance im Peacock Theatre angeguckt. Das hört sich ziemlich schräg an, war es auch. Und das beste Tanztheater, das ich jemals gesehen habe. Die Bounce Street Dance Company aus Schweden hat das Stück umgetauft in „Insane In The Brain“, als Musik gab’s Cypress Hill, Missy Elliot und System Of A Down. Wenig Gerede (sehr schön!), ganz viel Tanz (noch schöner!), brilliante Choreografien und neun Tänzer, die im Vergleich Justin Timberlake wie einen Bewegungslegastheniker aussehen lassen. Wir haben beschlossen, dass wir öfter ins Theater gehen müssen – vor allem da hier ein Theaterticket nur ungefähr fünf Pfund teurer ist als ein Kinoticket. Und hier noch einer kurzer „Insane In The Brain“-Promoclip des Theaters, der für meinen Geschmack zu wenig tatsächliche Choreo zeigt, aber immerhin einen kleinen Einblick liefert: