Gespeichert unter: Leben, London, Studieren | Schlagworte: Graduation Ceremony, London
So ein tolles Schild wie früher an meiner Wohnungstür habe ich hier leider nicht, aber das könnte ich schon bald brauchen. Gerade habe ich in der Zeitung gelesen, dass doch Premierminister Gordon Brown auf die klasse Idee gekommen ist, mitten in London ein Forschungslabor für hoch ansteckende Krankheiten und Seuchen bauen zu lassen – zum Beispiel für Vogelgrippe, Ebola, Tollwut und Milzbrand. Das soll dann in bester Lage zwischen Camden und einem der Hauptbahnhöfe, King’s Cross, stehen. Wie praktisch, dann müssen Terroristen nur das Häuschen oder wahlweise den Bahnhof in die Luft jagen, um binnen 42 Stunden nicht nur neun Millionen Londoner, sondern wahrscheinlich auch gleich die ganze Inselbevölkerung auszurotten. Manchmal frage ich mich echt, wie es die Briten zu einer Weltmacht gebracht haben.
Ansonsten versuche ich gerade, mit meinem iPod-Kabel meinen Kopfumfang auszumessen (klappt nicht, muss ich doch ein Maßband kaufen), um meine Garderobe für die Abschlusszeremonie zu bestellen. Leihgebühr für einen Tag: 60 Euro. Aber dafür so richtig kitschig, mit Umhang, Kapuze und Hut mit Bommel dran. Den kann ich dann in die Luft werfen, wenn ich Mitte Juli mein Zeugnis in Cardiff bekomme. Wenn ich bis dahin die ganzen walisischen Unterlagen ausgefüllt bekommen habe, sämtliche Bestätigungen unterschrieben habe, dass die Uni meinen Namen öffentlich nennen und die Zeremonie per Webcast streamen darf. Und wenn ich bis dahin kein Maßband gekauft hab, komme ich ohnehin nicht rein: Ohne passendes Outfit kein Einlass. Und wenn ich aus Versehen die falsche Bändelfarbe bestellt habe, auch nicht (jeder akademische Grad hat seine eigenen Farben). Und da beschwer sich noch mal jemand bei mir, wenn er am Abschlussball einen Schlips tragen muss.
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