Faleiry


Wolle Space-Cookie kaufen?
30. November 2008, 20:36
Gespeichert unter: Berlin, Leben, Musik | Schlagworte: ,

An die Rosenverkäufer, die abends durch die Kneipen und Restaurants ziehen, ist man ja gewöhnt. In Berlin gibt es davon noch andere, interessante Variationen: Samosa- und Bretzel-Verkäufer, Zeitschriftenverkäufer, und die ganz Kreativen, die für ein paar Euro Gedichte vortragen. Doch am Wochenende ist uns ein spezieller Händler im White Trash begegnet. Der verkauft nämlich Space-Cookies aus einer Tupperdose. Und nicht etwa unter der Hand – von den Kellnern wird er per Handschlag begrüßt und auch sonst scheint er eine Institution zu sein. Okay. Ist halt Berlin, sagen die Kollegen.

Mit dem White Trash habe ich auch schon meinen ersten Favoriten in Berlin gefunden. Cooler Rock-Laden im Prenzlauer Berg, der vorher einmal ein Irish Pub und ein China-Restaurant war, und von beidem einen Teil des Interieurs direkt übernommen hat. Neben Kranichbildern und Co. hängen nun Hundebilder mit blinkenden Augen, Totenköpfe und abgehackte Gummihände. Mick Jagger ist hier auch schon abgestürzt, schreibt der Prinz-Ausgeh-Guide. Okay, mit der Porno-Rock-Band Erocktica war die Live-Musik am Freitag eher schlecht, aber das soll nicht immer so sein. Im Untergeschoss gibt’s auch das Tattoo-Studio „Yes….it hurts!“ Und die Essenskarte verspricht zu allen Burgern Fuck-You-Fries und Wiener Schnitzel aus Bio-Rind „zärtlich geschlachtet von Hippies in Berlin!“

whitetrash

Ansonsten gab es am Samstag noch die Einladung zu einer exklusiven Raucher-Party von Lucky Strike in einer alten Fabrikhalle am Hauptbahnhof. Werbung dürfen sie ja nicht mehr machen, also gibt’s stattdessen „Incognito“-Parties, diesmal mit Supermarkt-Ambiente. In der Tiefkühlkost-Abteilung gab’s Mikrowellen-Gerichte, und das Bier direkt aus dem Kühlregal zur Selbstbedienung. Ausgecheckt wurde an der Kasse und das Frühstück plus Zigaretten und die Bild am Sonntag in einer braunen Papiertüte als nettes Abschiedsgeschenk. Danke Lucky Strike, nette Party – ich bleibe trotzdem bei Philip Morris.



Hinter der Mülltonne links
25. November 2008, 18:46
Gespeichert unter: Berlin, Leben

Irgendwie scheint das hier ganz normal zu sein, dass man zu angesagten Restaurants oder Kneipen durch dunkle Hinterhöfe gelangt. Dort klingelt man dann an einer versteckten Tür und wartet bis jemand aufmacht. Wie im vegetarischen Restaurant und Club Cookies Cream zum Beispiel oder dem Solar. In Letzterem sind übrigens auch die Berlin Panorama-Bilder entstanden. Da geht’s mit einem gläsernen Außenaufzug, der nur zwei Knöpfe hat – EG und 16 – aufwärts. Von dem Weihnachtsmarkt-Test der heutigen Bild-Zeitung inspiriert, werden wir mit den Kollegen auch bald zum Weihnachtsmarkt-Crawl starten. Davon gibt’s hier nämlich ganze 25. Naja, nach den vergangenen zwei Wintern ohne Weihnachtsmarkt, muss ich ja schließlich mein niedriges Glühwein-Pensum irgendwie wieder ausgleichen.



Drei Wochen lang…
16. November 2008, 22:30
Gespeichert unter: Leben, Musik

…stand sie nur dekorativ in der Ecke und hat mich vorwurfsvoll angestarrt. Heute habe ich doch zum ersten Mal wieder meine Gitarre in die Hand genommen und gemerkt, was man in kurzer Zeit so alles vergessen kann. Mich endlich um einen Lehrer zu kümmern, habe ich mir für kommende Woche vorgenommen. Dafür werde ich ab Dienstag wieder sportlich, denn ich hab mich für den Streetjazz-Kurs bei X-Step angemeldet. Ich sehe mich schon nach ein paar Minuten schön abkeuchen. Ansonsten habe ich am Wochenende genausowenig Sightseeing betrieben, wie am letzten. Zumindest war ich mal in Friedrichshain und am Prenzlauer Berg unterwegs. Übrigens war Italoporno trotz des vielversprechenden Namens leider nicht so sexy wie erwartet. Hier das einzige Lied, das mir positiv (oder überhaupt) in Erinnerung geblieben ist – vielleicht aber auch wegen der goldenen Konfettikanone, mit der die Band um sich geschossen hat. Helau!



Getting to know Berlin
11. November 2008, 20:28
Gespeichert unter: Berlin, Leben, Musik

Irgendwie hatte ich die Hackeschen Höfe netter in Erinnerung. Und den Alexanderplatz nicht so voll gebaut. Aber das ist ja auch schon eine Weile her, seit ich zum letzten Mal so richtig in Berlin war. Aus meiner Foto-Session am Wochenende ist – wie man sieht – also leider nichts geworden. Irgendwie waren die türkischen Fressstände am Hackeschen Markt und der triste Asphalt samt dem riesigen Einkaufszentrum Alexa rund um den Funkturm nicht so inspirierend.

Dafür hab ich am Wochenende ein paar mehr Kneipen kennen gelernt und die hippe Bergmannstraße bei mir ums Eck. Sonst hab ich aus Freundlichkeit noch ein paar Verstärker umhergefahren, aber mit dem Auto lernt man eine neue Stadt ja am besten kennen – vor allem, wenn man sich verfährt. Mal wieder bin ich verblüfft über die Berliner Preise: 18 Euro beim Inder für zwei Personen, samt Getränken. Gestern Sushiplatte für 6,50 Euro. Gut, dass ich mir nie die Mühe gemacht habe, richtig kochen zu lernen. Das lohnt sich hier nicht.

Am Freitag gehe ich ins Ausland, um mir Elektropunk von Italoporno anzuhören. Dann komme ich auch mal nach Prenzlauer Berg und aus „meinem Kiez“ Kreuzberg raus. Angeblich wohnen da die hippen Öko-Mamis, die den ganzen Tag nur Bionade trinken. Außerdem lockt das Ausland mit „Raum für experimentelle Musik, Kunst und Nippes“. Bis dahin lese ich noch ein bisschen in dem Buch „Fucking Berlin“ von Sonia Rossi, „Mathematik-Studentin und Teilzeit-Hure“, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe – als Vorbereitung auf die große Stadt. Naja, zum Glück habe ich das Studium schon hinter mir!



Zwischenstand
4. November 2008, 22:31
Gespeichert unter: Berlin, Leben

Bleibe ich nun wach, bis die US-Wahlergebnisse reinkommen? Die Updates meiner Facebook-Kontakte quillen über vor Obama-Schlachtrufen und Twitter ist voller Wahlstimmung – naja, wenn wir schon Koch jetzt nicht los sind, muss ja wenigstens etwas klappen. Irgendwie steckt man noch ein bisschen mehr drin, wenn man amerikanische Freunde und Bekannte hat. Trotzdem werde ich wohl bis morgen warten, denn Berlin hat für mich ja nicht nur neue Stadt, neues Glück, sondern auch einen neuen Job gebracht. Die ersten zwei Tage habe ich schon gut überstanden und alles ist klasse so weit. Irgendwie fühle ich mich zum ersten Mal auf Anhieb wohl in einer neuen Heimat, samt allen neuen Herausforderungen und nicht total überrollt. Und das obwohl ich noch nicht viele Leute kenne in dieser großen Stadt. Aber diesmal ist es ja auch nicht Großbritannien, obwohl die England-Community ja stets präsent ist. Momentan bewege ich mich ja nicht viel weiter als Kreuzberg, an die Grenzen Neuköllns und nun durch die Arbeit ans Spreeufer und Friedrichshain, aber vielleicht komme ich am Wochenende mal raus und kann endlich mal ein paar schöne Fotos machen.



Möbius!
1. November 2008, 17:47
Gespeichert unter: Berlin, Leben

Das ist mein neuer, kleiner Mitbewohner Möbius! Ist zwar eigentlich ein Mädchen, macht aber nichts. Ich bezweifle, dass sie jemals auf ihren Namen hören wird, sondern lieber beim Klappern der Futterdose aus ihrem Häuschen kriecht. Süß ist’s, das kleine Möbl! Und hat gerade, wie ich sehe, gerafft, wie die Röhren zu den oberen Stockwerken des neuen Heims funktionieren. Sonst habe ich auch endlich ein paar Bilder von meiner Wohnung gemacht, auch wenn alles noch ein bisschen nach Chaos aussieht…