…nur nicht an den, der meinen Außenspiegel abgetreten hat und wegen dem ich jetzt 150 Euro ärmer bin! Morgen Abend geht’s nach der Arbeit heim ins Rhein-Main-Gebiet, mit neuem Spiegel, vielen Geschenken und auch dem Hamster im Gepäck. Vorab gibt’s hier schon mal den schönsten Weihnachtsgruß, den man in diesem Jahr verschicken kann:
In diesem Sinne frohes Feiern, Essen und Trinken Euch allen und hoffentlich bis bald! (Nur nicht dem einen Vollidioten, dem ich meine Außenspiegel-Leiche um die Ohren hauen werde, wenn ich ihm begegne! Ich habe eine Schaufel im Kofferraum und mir ist auch wurscht, ob Weihnachten das Fest der Liebe ist!)
Gespeichert unter: Berlin, Leben, Musik | Schlagworte: Berlin Arena, In Extremo
Wird man eigentlich alt, wenn man freiwillig Ohrstöpsel während eines Heavy Metal-Konzerts trägt? Auch wenn man nicht im Fotografengraben einen Meter vom Marshall-Tower entfernt steht? Bisher habe ich nur ein paar Mal den Fehler begangen, das nicht zu tun und kämpfe deswegen seit etwa zehn Jahren mit einem nervigen Tinitus-Piepsen in beiden Ohren. Schuld daran sind übrigens In Extremo, oder die Children of Bodom oder aber auch Edguy. Ich tippe mal auf die Tröten von In Extremo zusammen mit den Hunderttausend Dezibel von Muse. Deswegen habe ich mir heute vor dem In Extremo-Konzert extra noch in der Notapotheke Ohropax Ohrstöpsel gekauft und damit wahrscheinlich einen noch schlimmeren Gehörschaden verhindert.
Und obwohl ich die Jungs von In Extremo damals derbe niedergemacht habe – und das immer noch zu Recht – muss ich zugeben, dass das Konzert richtig gut war. Was wahrscheinlich daran lag, dass sie kaum Songs des gruseligen neuen Albums „Sängerkrieg“ gespielt, sondern meistens auf alte Klassiker gesetzt haben, etwa „Poc Vecem“, „Ai vis lolop“ oder „Spielmannsfluch“. Und einige Sympathiepunkte haben sie auch wieder durch den folgenden Spruch gesammelt: „Hier ist Rauchverbot? Scheißt drauf!“ Ich war mir bis zu dem Zeitpunkt gar nicht bewusst gewesen, dass in der Berlin Arena überhaupt Rauchverbot herrscht, denn es hielt sich ohnehin kein Mensch dran. Die Schnapsidee mit dem Handy und Kamera Abgeben haben sie diesmal auch sein lassen. Vielleicht bleibt doch noch zu hoffen.
Nur meinen linken Außenspiegel haben sie wäherend des Konzerts abgefahren. Da habe ich ja eigentlich die ganze Zeit in Berlin nur drauf gewartet. Immerhin hat mir die nette Polizei gleich einen Antrag zur Strafanzeige samt nützlichem „Merkblatt über Rechte von Verletzten und Geschädigten im Strafverfahren“ unter meinen Scheibenwischer geklemmt. Danke dafür. Morgen kaufe ich dann wohl erst mal Gaffa-Tape.

Sehen sie nicht Vertrauen erweckend aus, meine Kollegen? Das ist also mein Team (von rechts): Benno, David, Uwe, Ines, Alexandra und ich. Wir waren aber immerhin nicht einzigen bei der Christmas Party im Meistersaal Berlin, die verkleidet gekommen sind, wie man auf den anderen Bilder schon sehen kann. Die tollsten Kostüme kamen übrigens aus dem Friedrichstadtpalast Theater und wurden von denen getragen, die zur lebenden Deko an dem Abend gehört haben: Für die männlichen Gäste gab’s Engelchen, für die weiblichen Gäste Höllenritter in durchsichtiger Rüstung. Da macht Weihnachten doch Spaß.
Ich fühle mich so gut wie seit langem nicht mehr. Der Grund ist, dass ich endlich einmal wieder beim Osteopathen war – bezeichnenderweise an der Ecke Invalidenstraße und Hessische Straße – und jetzt wieder alles gerichtet ist. Selbst solche Behandlungen sind in Berlin übrigens rund ein Drittel billiger als in Frankfurt. Vielleicht hat zum Wohlbefinden auch die hervorragende Feuerzangenbowle beigetragen, die ich gestern auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt getrunken hab. Auf der Tasse war sogar Heinz Rühmann drauf. Dafür kostet der Weihnachtsmarkt auch einen Euro Eintritt und der Glühwein am LaFayette-Stand heißt Vin Chaud. Also alles ein bisschen exklusiv, jedenfalls so schick wie ein Weihnachtsmarkt mit den üblichen Kerzen- und Kitschständen eben sein kann. Den Rest der Woche kuriere ich noch ein bisschen eine hartnäckige Erkältung aus, damit ich am Freitag zur Weihnachtsparty wieder fit bin. Das Motto ist übrigens Himmel und Hölle – genau wie letztes Jahr in London. Irgendwie wiederholt sich ja doch alles.




