Gespeichert unter: Berlin, Leben | Schlagworte: Berliner, Kreppel, Pfannkuchen
Heute beim Bäcker: „Ich hätte gerne einen Kreppel.“ – „Einen was?“ – „Na, einen Kreppel. Einen Berliner.“ – „Ach, einen Pfannkuchen!“ – „Nein, ich will keinen Pfannkuchen. So was da.“ – „Sag ich doch, einen Pfannkuchen.“ Dann kommen mir meine Kollegen zur Hilfe: „Was hast Du bestellt? Einen Krempel?“ – „Nein, einen Kreppel.“ – „Das nennt man Pfannkuchen. Naja, eigentlich heißt es Berliner, aber nicht in Berlin. Da heißt das Pfannkuchen.“ Gut. Verstehe ich zwar nicht, aber okay. „Bei uns malen die auf die Kreppel immer lustige Gesichter, aber nur zur Fassenacht.“ – „Zur was?“. Da gebe ich auf.
Übrigens gibt es hier die größten Monsterkreppel, die ich je gesehen habe. Die füllen einen Essteller aus und wenn sie trocken sind, kann man sie bestimmt als Wurfgeschoss benutzen, um jemanden den kompletten Kopf von den Schultern zu schießen. Hier der Beweis:

Na wenn das mal kein Kreppel ist! Ach, und Pfannkuchen nennt man hier Eierkuchen…
Gespeichert unter: Berlin, Leben, Musik | Schlagworte: Alkaline Trio, Hubertus Lounge, Kart
Berlin überrascht mich ja immer wieder. Das mit den dunklen Hinterhöfen und schwarzen Türen, an die man klopfen muss, daran habe ich mich ja schon gewöhnt. Aber dass man eine Party durch einen Wandschrank (!) in einer unscheinbaren Kneipe betritt, das hat mich wirklich glauben lassen, ich sei im Wunderland oder Narnia gelandet. Eigentlich dachte ich erst, es sei ein Scherz, aber der Weg zur Party führte tatsächlich durch diesen Schrank in der Hubertus Lounge in Kreuzberg. Also kriechen war angesagt, und das ohne den Äppler (!) zu verschütten und kopfüber die wackelige Wendeltreppe am Boden des Schranks in den Keller zu fallen. Ja, tatsächlich ist das ein Treffpunkt für Hessen und auch der ganze Keller war eine einzige Offenbach-Hanau-Versammlung. Ich wurde als Valerie aus dem Taunus vorgestellt. Interessant.
Außerdem habe ich diese Woche mit meinem Vorsatz gebrochen, nie wieder Kart zu fahren. Nachdem ich mich in London fast zum Krüppel gefahren hätte, bin ich doch tatsächlich am Mittwoch wieder in ein Kart gestiegen. Diesmal waren es allerdings auch Elektrokarts, die machen keinen Krach und Qualm und sind auch ein bisschen komfortabler. Ich hätte sogar gewonnen, wenn mein Gaspedal nicht ausgefallen wäre. Naja, besser als das Bremspedal, dass beim letzten Mal ausgefallen ist.
Heute Abend geht’s mal wieder ins Lido, um zum ersten Mal Alkaline Trio zu sehen. Klingt ziemlich straight forward nach Ami-Rock, nicht besonders ausgefallen, aber mal sehen. Hier eine kleine Hörprobe – vielleicht kann ich ja aber nach heute Abend schon einen Lieblingstipp abgeben.
UPDATE: Okay, es war straighter Ami-Punk… Zum Glück hab ich es ohne größere Verletzungen aus dem Moshpit geschafft.
Gespeichert unter: Kunst
Erstklassig: Blixa Bargeld, Sänger der Einstürzenden Neubauten, liest aus einem Hornbach-Prospekt:
Die Berliner haben ja nicht nur ihre Stadt sehr gerne, sondern auch ihren Kiez. Aber bei mir dauert es wohl noch ein bisschen, bevor ich mir diesen Sticker aufs Auto kleben würde. Gut fand ich ihn trotzdem. Sonst habe ich mich wieder erholt, bis auf die Tatsache, dass ich auch noch zwei Wurzelbehandlungen und die Entnahme der Weisheitszähne aufgebrummt bekommen habe. Das hat man davon, wenn man in Kreuzberg zum Zahnarzt geht.
Zurück im heimischen Kreuzberg-Lazarett, habe ich feststellen müssen, dass der Typ in der Wohnung neben mir eine Trompete zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Die spielt er jetzt jeden Abend pünktlich nach Feierabend. Heute, auch aus Ermangelung an genügend Nikotin-Beruhigungsstoffen in meinem Körper, habe ich meine Boxen gegen die Wand gestellt und ein bisschen System Of A Down gespielt. Da hat er aufgehört. Dafür kontert er jetzt mit HipHop. Pah, lahm!
Außerdem habe ich heute mal wieder eine neue Tanzprobestunde ausgemacht und diesmal bei…achtung… Detlef D! Soosts Dance School in Berlin-Mitte! Ja wirklich. Ich war ja sehr begeistert von dem Auftritt seiner Dance Company beim Popstars Finale, daher die fixe Idee. Aber gerade sind mir doch einige Zweifel gekommen. Das Mädchen am Telefon, Gina, hat mich gefragt, ob ich Schülerrabatt haben will. Vielleicht hätte ich mal fragen sollen, wie hoch der Altersdurchschnitt in den Kursen so ist. Naja, werde ich ja nächsten Mittwoch sehen. Vielleicht gibt’s ja auch Seniorenrabatt für alle über 25.
…beginnt für mich nicht gerade so, wie ich es mir vorgestellt hatte – nämlich mit der fiesesten Erkältung/Grippe/Lungenundnebenhöhlendings, die ich jemals hatte. Und das pünktlich vom ersten Januar an. Prima. Wenn ich schon freiwillig das Rauchen einstelle, heißt das eine ganze Menge. Mein Immunsystem rebootet also gerade, und hätte ich das Cosmopolitan-Jahreshoroskop früher gelesen, hätte ich vielleicht noch mit einer Menge Pillen das Schlimmste verhindern können: „Bei Ihren Experimenten haben Sie 2008 zu wenig Rücksicht auf Ihren Körper genommen. Vor Erschöpfung sind Sie auch seelisch aus dem Gleichgewicht geraten.“ Mir wird empfohlen, mir durch „alternative Heiltechniken wie Akupunktur oder Shiatsu“ helfen zu lassen. Besonders belustigend finde ich auch die folgende Prognose des Shape-Horoskops: „2009 ist Ihre waagetypische Unentschlossenheit dank Mars passé. Die ewige Frage „Soll ich … oder besser nicht?“ ist damit vom Tisch.“ Das glaube ich erst, wenn Schweine fliegen lernen. Wobei, Cosmopolitan sagt Ähnliches: „An Ihnen fasziniert, dass Sie Ihre Entscheidungen nie in Frage stellen, selbst wenn Sie mal einen Schritt in die Luft machen und unklar ist, was Sie erwartet.“ Vielleicht bleibt ja doch noch Hoffnung für mich?




