Faleiry


Work hard, play hard
3. Februar 2009, 22:15
Gespeichert unter: Berlin, Kunst, Leben

absturzgefahrTrotz arbeitsintensiver Wochen endlich wieder einmal ein bisschen herumgekommen in der Stadt, und einige Fleckchen gesehen, die schon etwas länger auf der Wunschliste standen: etwa das Schwarze Café in Charlottenburg, der Flohmarkt am Mauerpark, die Haifischbar im Bergmannkiez, das KaDeWe (samt Absturzgefahr-Türen, die sich leider nicht öffnen lassen, und Berliner Prominenz wie Starfrisör Udo Walz oder Tatort-Kommissarin Simone Thomalla) und der Sage-Club. Letzterer ist für Metalheads an einem Donnerstagabend wohl die erste Adresse in Berlin: Ein Dekodrache über der Tanzfläche, der passend zur Musik Feuer speit, nebenan eine kleine Konzerthalle mit Livemusik und einer Pool-Area ohne Pool. Die Wandgemälde sind auch, ehm, außergewöhnlich: Nackte, gehäutete Elfen und Kamasutra-Szenen, dazwischen ein paar Monster. Die Räumlichkeiten teilt sich das Sage mit dem Fetisch-Club KitKat, was auch die Einrichtung und einige der Kunstobjekte erklärt.

Ansonsten schlage ich mich gerade mit meiner Anzeige wegen Sachbeschädigung herum – dem Außenspiegel, der mir während des In Extremo-Konzert abgetreten wurde. Hierzu habe ich einen interessanten Fragebogen von der Berliner Polizei geschickt bekommen. Wörtlich: „Gegen Sie bitte die Atr der Beschädigung.“ oder „Kenne Sie die Täter?“ Ob nur die Kreuzberger Polizei so einen Mist zusammenschreibt?

Trotzdem werde ich immer daran erinnert, was ich an Berlin so schätze: Im Room 77, einem mit Berliner Sperrmüll eingerichteten Tex-Mex-Restaurant, in dem an diesem Abend ein Keith-Richards-Double Stoner-Rock Classics auf der Gitarre plänkelt, stellt die Bedienung einen Aschenbecher auf den Tisch: „Ach, darf man bei Euch rauchen?“, frage ich überrascht. „Dürfen nö“, sagt die Bedienung. „Aber wir tun’s einfach.“


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