
Da stehe ich letztens morgens um 8:50 Uhr in der Postfiliale und warte, bis der Schalter aufmacht. Und während ich durch die Glasscheibe das Postpersonal sehe, das wiederum die Menschentraube durch die Glasscheibe anstarrt und wartet, bis es Punkt 9 Uhr ist, um ja die Glasscheibe keine Minute zu früh zur Seite zu schieben, fällt mein Blick auf diesen Briefschlitz inmitten der Postfach-Wand. Und ich frage mich, was denn „unrichtig eingelegte Sendungen“ sind. Und ob ich das feine Wort „unrichtig“ jemals zuvor gehört habe. Durch den Schlitz höre ich, wie zwei Postbeamtinnen lautstark den neusten Klatsch austauschen. Ich warte nur darauf, dass sie unrichtig eingelegte Sendungen durch den Schlitz wieder nach draußen auf den Boden werfen. Okay, das Wort „untot“ gibt es ja auch. Und Zombies in gelben Uniformen erscheinen mir auch gerade gar nicht so abwegig.
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