Nerd-Parties bin ich ja mittlerweile gewöhnt und fühle mich ja auch ganz wohl dabei – das bringt schließlich der Job mit sich. Und es hätte ja auch cool werden können, wenn einen eine Horde Stormtroopers aus dem Taxi in den Club schleust. Aber spätestens die Tatsache, dass sich drei unmotivierte Gogo-Tänzerinnen mehr schlecht als recht auf der Bühne räkeln und keiner aus dem gut 80 Prozent männlichen Publikum auch nur hinschaut, hätte mir zeigen sollen, dass ich mich inmitten eines eher asexuellen Geek-Publikum befinde. Dann hat mir ein bebrillter Kerl seinen Cocktail übergeschüttet und statt seiner Visitenkarte für die Reinigung des Kleides habe ich die folgende Antwort bekommen: „Google einfach meinen Vornamen, ich ranke auf Platz Eins!“ Herzlichen Glückwunsch! Da konnte ich wirklich nichts mehr sagen. Nur dass sein Vorname nun wirklich kein ausgefallener war, deswegen war er so stolz, der SEO-Checker.
Nun bin ich jedenfalls endlich wieder zurück in Berlin nach einigen anstrengenden Messetagen in Köln, Oktoberfest-Action in München und Meetings in Mailand. Zwischenzeitlich habe ich einen Koffer verloren, viel Bier in großen und viel Bier in kleinen Gläsern getrunken, und bestimmt ganz viele Vielflieger-Mailen gesammelt. Vielleicht langt’s da auch bald mal für einen Gratis-Flug in die Südsee. Da wäre ich jetzt nämlich echt gerne.
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